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Seit ein paar Wochen beteilige ich mich an Leserunden. Man kann dort Bücher gewinnen, das finde ich nicht schlecht. Man schreibt über sie, das finde ich auch gut. Und man tauscht sich mit anderen aus.

Der Sinn hat sich mir allerdings noch nicht so ganz erschlossen. Warum verlosen Verlage massenweise Bücher, die sie wahrscheinlich auch so verkaufen würden, an Menschen, die in ihren Kommentaren nicht in der Lage sind, mehrere zusammenhängende Sätze zu bilden, die auch noch fehlerfrei sind? Gut, jeder macht mal Fehler, ich auch, aber gleich so viele? Das klingt jetzt wahrscheinlich überheblich, ist aber nicht so gemeint. Ich bin mir sicher, dass mir, auf der Suche nach guter Literatur wohl eher die Meinung des Buchhändlers meines Vertrauens weiterhelfen würde, als die Meinung von Lesern, denen keine Brüche in der Handlung und keine sinnlosen Sätze auffallen. In dem Buch, das ich zuerst gewonnen habe, kommt in einem Satz ein eingedellter Stoßdämpfer vor! Selbst mir als Frau ist klar, dass man Stoßdämpfer nicht eindellen kann.
Da stellt sich mir als Leser die Frage, ob ich überhaupt Ernst genommen werde. Wenn sich so etwas häuft empfinde ich das als Beleidigung für meine Intelligenz. Bin ich zu empfindlich? Setze ich zu viel voraus? Ich werde das Experiment auf jeden Fall weiter führen und bin gespannt auf die Erlebnisse, die da kommen.

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